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Hundert Wege aus der Unendlichkeit, aufgeschrieben von Stefan Zisting.

Sonne durch geschlossene Augen

Seitdem wir wieder Kinder sind, ist alles so leicht geworden.
Der Matsch unter meinen Füßen und der Osterhimmel umschmeicheln mich.
Ist Dir schonmal aufgefallen, dass man die Sonne durch geschlossene Augen sehen kann?
Murmeln sind wertvoller als Diamanten und wir sichern unsere Schätze!

Man sagt, je älter wir werden, desto schwerer lasten unsere Schultern von dem Schmerz der Welt.
Aber ich spüre ihn genauso wenig wie meine blauen Flecken.
Ich kann alles sein, was ich will!
Und ich will frei sein.

Bis unser Leben nicht mehr reicht

Ich fiel durch einen Ozean
und zwei Himmel
direkt in Deine Arme

Du wurdest meine Frau
Wir lasen unsere Liebesbriefe
und andere alberne Dinge

Das Gesicht vergisst den Spiegel
Gold und Silber wiegen leicht
wir werden weiterleben
bis unser Leben nicht mehr reicht

In Liebe und Verdammnis

In Liebe und Verdammnis umschlinge ich Deine Lilien.
Halte mich an Dir, bis die Tobsucht dem Morgen weicht.

Alles dreht sich nun um mich

Ich weiß nicht, wie ich es Dir am besten sage.
Darum tue ich es frei heraus:
Gestern Nacht während du schliefst,
habe ich die Sonne verschluckt.

Jetzt schmilzt meine innere Hitze alles um mich herum.
Kalte Menschen werden pulverisiert zu Asche.
Ich glühe und strahle und erhelle die Dunkelheit.
Alles dreht sich nun um mich.

Planeten umtanzen meinen Kern –
Mein Licht reist fern von Stern zu Stern.

Heimlichkeiten

Dieses Haus hier steht nicht einsam,
in ihm wohnen Brüder und Schwestern,
Geister und Tiere.

In einem fahlen Raum,
warten Sie erneut auf eine Leere,
um Dich hineinzuführen.

Meine schlotternden Knochen,
türmen sich vor Dir auf,
und reiten davon.

Auf dieser kleinen Insel,
ist die ganze Welt versammelt,
und giert nach Leben.

Sebastien Tellier – L’Amour et La Violence

Das Universum

Das Universum macht einen Schritt auf Dich zu.
Alles was Du tun musst, ist stehen zu bleiben und Dein Herz zu öffnen.

Glühwürmchen

Vor mir liegt die Welt in Wellen,
ich sitze hier und schweige still.

Glühwürmchen wollen mich erhellen,
mein Herz sagt mir, dass ich das will.

In aller Welt Klammheimlichkeit,
schwirren sie oszillierend um mein Herz.

Meine Liebe ist kastanienbraun,
und gesegnet ist der Schmerz.

Uns wurden Flügel versprochen

Was für ein wunderschöner Traum,
wir Hand in Hand,
die Zehen überm Abgrund,
Vater Frost hinter uns.

Störche und Spatzen gesellen sich zu uns.

Als wir durch Wolken tauchten,
öffnete sich die weiße Decke,
um das Land zu offenbaren,
das wir nicht mehr betreten werden.

Neue Muskel erledigen ihren Dienst &
Erinnerungen ertrinken im Atlas.

Die Seidenstraße

Ein Pfad erstreckt sich von Ost nach West,
um zu bringen den Stoff, der niemals dich lässt,
fahre die Finger entlang an dem Schal,
und fahre und fahre und fahre nochmal.

Die Raupen spinnen 1000 Jahre und mehr,
um dich einzuhüllen im seidigen Meer,
sie tanzen und tanzen in Ihren Kokons,
und treiben die Damen in die Salons.

Meine Lieblingsdinge

Möwen, die kreischen und Sand unter Füßen,
Wasser und Wellen und Freunde begrüßen,
Schokolade in weiß und Honig im Tee,
Das sind ein paar meiner Lieblingsdinge!

Kuscheln vorm Schlafen und Haare die duften,
Die Stille beim Schneefall und nicht so lang schuften,
Gemeinsames Kochen und tränendes Lachen,
Das sind ein paar meiner Lieblingssachen!

Fröhliche Menschen, die Glück verbreiten,
Mädchen mit Mützen und Singen bei Zeiten,
Kinder die staunen und Heringe,
Das sind ein paar meiner Lieblingsdinge!

Wenn der Schmerz sticht, wenn die Welt weint,
und ich mich traurig fühle,
denk ich einfach an meine Lieblingsdinge,
dann fühle ich mich nicht so schlecht.

Inspiration: “My Favourite Things”

Menschliche Welle

Das Wasser ist kalt und rauh, aber das macht mir nichts.
Ich gehe weiter hinein, bis ich gerade noch so stehen kann.
In Richtung des Ufers drehe ich mich.
Meine Augen sind jetzt geschlossen.
Mein Atem fokussiert.

Langsam hebe ich die Arme nach vorne.
Über Brust und Kopf hinweg strecke ich die Arme sanft nach oben.
Bestimmt und fließend schieben sich meine Hände wieder nach unten.
Ich stoße das Wasser nach vorne und verursache eine Welle.
Meine Spende kommt an.

Die Menschen haben die Natur geschwächt und jetzt muss ich helfen.
Als Teil einer flüssigen Naturgewalt fühle ich mich verantwortlich.
Ich helfe dem Meer als menschliche Welle.
Es ist gut, seine Bestimmung gefunden zu haben.
Ich fühle mich jetzt Eins mit dem Wasser.

Ich werde hier bleiben, so lange das Meer mich braucht.

première neige

Während ich wandle, erstarrt die Welt in Schönheit.
Nur für meinen Moment.
Und dann kann ich alles ganz deutlich sehen.
Die Milliarden Menschen in ihren milliarden Häusern.
Im Strom der bunten Blätter, einst, da war es netter.

Ich sehe mich um und kann es kaum glauben.
Meine Sinne rauben den eigenen Verstand, gleich nach dem ersten Schnee.

Der Smaragd-Wunsch

Tief und glänzend wohnt in mir,
der Smaragd-Wunsch,
neben Dir.

Er füllt mich aus mit seinem Grün,
ungeschliffen,
ungestüm.

Lampions

Herbes Konfetti,
in schwarz und in bunt,
mein Geschmack ist ertaubt,
von allen Regeln der Kunst

In mir erschlossen,
sind die Nerven der Welt,
die sündigen Bahnen,
die ich drehe für Geld

Die Gewissheit zu taumeln,
im Wandel der Zeit,
hat mich eingefangen,
und auf mich geschneit

Ich bin in das Tal gegangen

Ich bin in das Tal gegangen,
um für mich und Dich zu sein,
keine Sorgen und kein Bangen,
der Nebel lässt uns bald allein

Komm und springe mit mir,
in den kalten klaren Fluss,
Alle Tiere und die Kinder,
kommen auch in den Genuss

Wir sind zu lang allein gewesen,
fern von jedem Glück,
ich kann in Deinen Augen lesen,
vor uns liegt noch ein ganzes Stück

Hier oben helfen wir den Vögeln,
damit sie fliegen lernen,
dass ihre Schwingen sie tragen mögen,
sehen wir wirklich gern

Ableitung Zwei

Ich brauche Dich, wie meine Lunge die Luft,
wie die Blumen den Duft und die Sonne das Meer um zu glitzern

Ich brauche Dich, wie Poeten den Mond,
wird das Wild nicht geschont, denn der Jäger, der braucht es

Ich brauche Dich, wie die Bäume den Wind
und der Regen geschwind braucht die Wolken zum reisen

Ich brauche Dich, wie ein Spiegel das Bild,
wie die Straße das Schild und der Morgen den Tau um zu reifen

Ich brauche Dich, wie ein Zwilling den anderen,
kommst Du nie abhanden, denn, ich brauche Dich

Wie eine Weide die Trauer, die Felder den Schauer,
der Ritter den Drachen, die Kinder das Lachen,
brauche ich Dich

Reflex

those weeping eyes
swirling, drifting
delightful schemes of blurred transitions
my ambitions to behold
i let arise and best to come
my friend…

(July 18, 2005)

Hier geht es nirgendwo nach Alaska

Wenn Menschen Regen wären, ich wäre ein Tropfen und Du ein Wirbelsturm.
Wenn Menschen Töne wären, dann wäre ich a-Moll und Du eine Symphonie in Dur.

Es ist die Art und Weise wie Du wartest.
Es ist die Art und Weise wie Du Dich nicht kümmerst.

Schau mich an, hier geht es nirgendwo nach Alaska.
Hier singt Dir niemand ein Lied mit fremden Zungen.

Du gibst mir das Gefühl, womit andere ganze Bücher füllen.

Marintim

Das Maritime ist Remoulade für meine Fischstäbchenseele.

Welt mit Traumgeschmack

Wie ein Kind das seinen Lieblingsbonbon entdeckt,
schmecke ich die Welt mit Traumgeschmack.

Sie schmeckt nach Silber und Ambrosia.
Nach Safran und Elettaria.

Ich werde nicht satt, ob diesen Geschmacks.

Alles was wir haben ist zerbrochen und scheint

Heute ist der 28. Tag und ich befreie mich,
wie die Welt von von hohlen Zwängen.

Altern ist ein milder Schmerz,
und schlägt die Hast um Längen.

Ein kleines Mädchen steht an der Ecke und weint,
alles was wir haben ist zerbrochen und scheint.

Wir sind nicht alle Dinge, die um uns herum sind,
aber alles was in uns lodert.

Heute bin ich mehr als ich,
denn jeder Tag verändert sich.

Words be humble

words be humble,
words be quick,
words be waving walking sticks,

floating feathers on my skin,
beware of weathers made of sin,

gather round you crazy fools,
haunted by a thousand ghouls,

all of you will soon be quenched,
no more shall be hatred drenched,

oh good god, stay by our side,
cherish our fragile eggshell pride.

Die Lüge und ich wie ich sie erzählte

Welt, ich habe gelogen.
Nicht alles ist wunderbar, aber voller Wunden und Wunder.

Ich spüre Schmerzen, die man nicht verneinen kann.
Nicht alles ist gut, aber voller Güte.

Glück ist eine warme Pistole
und Traurigkeit eine bittere Frucht,
die vom Himmel fällt wie Flugzeuge.

Man hält sich am besten an Orten auf, die mit einem schwingen.
Denn wenn man dort stirbt, ist der Weg nicht weit.

Abschied ist eine schwingende Tür
und ein sich entspannender Muskel.

Welt, ich habe gelogen.
Und jetzt fühle ich mich besser denn je.

Das Gewicht der Welt exklusive mir

Dieses Jahr werde ich 28 Jahre alt.
Und immer noch glaube ich an all die Geschichten von früher.
Die ganzen Tricks und Märchen haben meinen Horizont geknickt.
Mein Kopf ist geflutet von der Schönheit des Klangs der Welt.
Immer noch verfolgen mich Raben und ich genieße auch das.
Mein Lebensmaßstab ist die Freiheit glücklich zu sein.
Was ich bin.
Und ich bin dankbar für alle Hürden auf meinen Weg.
Das Gewicht der Welt ist erdrückend.
Atlas trug schwer.
Aber ich überfordere meine Schultern nicht.
Ein Kreuz für jeden reicht.
Die Sonne nimmt mir meine Last.
Und nimmt mich auf in Ihren Plexus.

Es gibt kein anderes würdiges Streben

Es gibt kein anderes würdiges Streben, als zu lieben und geliebt zu werden. So gehe ich dann weiter. Bis auf meinem Grabstein stehen wird: “Alles war wunderbar und nichts tat weh.”

Die Hüterin der Erdbeere

Wenn Sie Morgens aufwacht, ist sie kurz enttäuscht.
Ihre Träume zeigen Ihr einen Weg, eine Lichtung der Möglichkeiten.

Sie ist etwas wetterschüchtern und außerdem mit einem großen Herz beseelt.
Ihre Nähe duftet nach den Früchten von jenseits des Waldes.

Aber von hier aus kann ich sie nur beobachten – mit meinem Kaleidoskop.

Ich entsende ihr ein Rotkelchen, einen Fuchs und ein Sonnenstrahl.
Um ihr ein Versprechen vom Frühling zu überbringen.

Hüterin, es wird Märzwasser fließen.
Schüttel die Sorgen ab.

Ich kenne ein Mädchen

Ich kenne ein Mädchen,
mit einem Herz aus Marmelade,

Sie wünscht sich stets an einen Ort,
wo kein Schatten fällt,

Ihre Sanftheit bricht sich in Farben,
wie ein Prisma das Licht,

Schau nur wie Sie strahlt,
über alles hinweg.

Ableitung Eins

Weil die Erde rund ist,
und der Wind bläst,

Weil der Himmel blau ist,
und die Wolken ziehen,

liebe ich Dich.

The Wailer

this is not the time
to be out of mind
carry on
through day and night
and now im wailing
wailing for the world
to let us be